Ein Freiluftgesundheitsstudio mitten im Wald

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Es regnet Bindfäden. Doch das hält die Mitglieder des Usedomer Wellnessbeirates nicht davon ab, sich auf den Weg zu machen. Sie wollen den seit Anfang des Jahres fertiggestellten und europaweit ersten Kur- und Heilwald kennen lernen. Denn er soll in das Programm für die Grünen Wellnesstage integriert werden, die im April erstmals auf der Insel stattfinden und die ursprünglichen Wellnesstage im November ablösen.

Unsere Dirketorin Petra Bensemann, die auch Vorsitzende des Wellnessbeirates ist, hat sichtlich Spaß daran, einen Weg über das vor ihr liegende Outdoor-Fitnessgerät zu finden. Löcher, die Fußstapfen gleichen, sind darin eingearbeitet und warten nun darauf, dass Fitnesswillige sich einen Weg durch sie hindurch bahnen. „Die Übung erfordert Körperbewegungen, die wir sonst in unserem Büroalltag nur selten machen“, erklärt Projektkoordinatorin Dr. Karin Lehmann. Sie führt die anwesenden Hoteliers und Hotelmitarbeiter des Beirates und des Netzwerkes „Inselwerkstatt – UsedomGanzGesund“ durch den Wald.

dsc00513_phixrDas 187 Hektar große Areal, das sich hinter der Heringsdorfer Grundschule vom Schulberg bis zum Präsidentenberg erstreckt, ist in seiner jetzigen Anlage bislang einzigartig. Zusammen mit Medizinern und Förstern wurden in dem Mischwald barrierefreie und behindertengerechte Wege angelegt und ein Parcours aus verschiedenen Stationen mit Outdoor-Fitnessgeräten geschaffen, die den Bewegungsapparat schulen und das Erlebnis Wald eindringlicher machen sollen. „Es gibt drei verschiedene Schwierigkeitsgrade. Je nachdem wie fit man ist, kann man sich die passenden Übungen anhand der farblichen Markierung heraussuchen“,  so Lehmann.

Bei einer kleinen Holzbrücke, die im Sommer auch als Barfußpfad genutzt werden kann, kommt das Kind auch in den Erwachsenen wieder hervor. Wie früher beim Heißen Draht zirkeln die Inselgastgeber möglichst ohne dabei die Laufschiene zu berühren, die hölzernen Ösen am Geländer entlang. Das Gelächter ist groß, während die Übung teils mit Hilfe von drei oder vier Mitstreitern absolviert wird.

Künftig soll in der Waldtherapie durch das Erleben der Natur, von Gerüchen und Geräuschen physischer und psychischer Stress abgebaut, Entspannung gefördert, das Immunsystem und die körperliche  Fitness gestärkt werden. Dazu sollen die natürlichen Gegebenheiten des Küstenwaldes wie die Topografie und die Bäume in Kombination mit einem Bewegungsangebot genutzt werden. Revierförster Sven Prabel erklärt, dass der Wald hier vor allem aus Buchen, Kiefern und Eichen besteht, die für die Nutzung als Heilwald wegen ihrer ätherischen Öle gut geeignet sind.

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